Darum arbeite ich nicht immer mit MVC Modellen…

Mir ist gerade eingefallen, dass es vielleicht ganz interessant wäre zu lesen, warum ich nicht immer mit MVC Modellen arbeite und wenn ich mit einem Modell arbeite, was für ein Framework meistens im Einsatz ist. So allgemein liest man ja nicht sehr viel darüber. Nur das es das gibt und alle Agenturen das voraussetzen, wenn man angestellt werden will.

In meinem Beispiel richte ich mich an die WordPress Plugin-Entwickler, da ich aktuell ja selbst fast jede Woche ein kleines Plugin schreibe. Da musste ich mich jetzt auch zum ersten Mal zurückhalten – um mal kein MVC Modell nutzen.

Wann lohnt sich ein MVC Modell in Plugins?

Grundsätzlich kann man sagen, dass sich ein MVC Modell immer lohnt, weil die meisten Entwickler damit arbeiten. Das sorgt dann dafür, dass man Plugins einfach erweitern kann.

Das ist meiner Meinung nach, aber gar nicht immer notwendig. Vor allem nicht wenn es um kleine Plugins geht, die eventuell 6 PHP-Funktionen nutzen un der Code am Ende vielleicht 135 Zeilen lang ist.

Denn warum sollte ich für die paar Zeilen das Plugin unnötig in die Größe ziehen, wenn es keinen Vorteil bringt? Man sollte das nicht tun, egal was die Lehrer sagen.

Also es lohnt sich ein MVC Modell wenn man vorab einschätzen kann, dass man das Plugin ständig erweitern wird oder man vorab einschätzen kann, dass das Plugin ziemlich groß wird. Und nein, 15 Funktionen sind noch nicht groß.

Wichtig ist eigentlich nur, dass immer alles schön kommentiert wird. Ich würde mich da auch gar nicht zwingend an einen Standard halten, wenn mir das Kommentieren dadurch schwerfällt. Einfach schreiben was gerade passiert und/oder was die Person an dieser Stelle gerade sieht. Damit sind zumindest dann schon einmal ein Großteil der Entwickler zufrieden.

Heute kommentiert ja fast keine Sau mehr…

Welches Framework sollte man verwenden?

Ganz offen und ehrlich? Gar keins. Ich würde einmal ein eigenes kleines Modell basteln und als Bootstrap File einfach nur alle Dateien inkludieren. Das ist einfach und schnell gemacht + lernt man dazu, wenn man das Framework immer weiter verbessert.

So könnte ein einfache Ordnerstruktur aussehen:

  • app
    • controllers
    • models
    • views
    • helpers

Und in den App-Ordner erstellt man dann eine Datei „bootstrap“ oder wie auch immer und packt folgendes hinein:

Der einzige Nachteil an der Geschichte: Es ist halt kein richtiges MVC, weil nicht alle Dateien zusammen inkludiert werden. Deshalb muss man hier auf die Reihenfolge achten.

Grundsätzlich fange ich immer mit den Helpers an, weil die an sich nichts mit dem Rest zutun haben und man sie in anderen Files verwenden will. Gleiches gilt auch für die Models. Die möchte man in seinen Controllern einbinden, also sollten die vorher geladen werden.

Die Views dann zum Schluß, weil der eigentliche Abruf ja eh zum Schluß geschieht.

Also…

Du hast ein kleines Plugin? Nutze kein MVC Modell und packe die Funktionen in eine Datei. Oder lagere die Funktionen in Unterordner aus, um sie ein bisschen zu sortieren.

Du hast ein großes Plugin? Nutze ein MVC Modell. Bastele am besten dein eigenes, weil es Spaß macht und man viel dazulernt ODER nutze ein vorhandenes MVC Modell, in das du dich einarbeiten musst.

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Kevin Pliester

Kevin ist PHP- und WordPress-Entwickler. Gelegentlich teilt er auch Tipps zum Thema Selbstständigkeit. Er ist Hamsterpapa und seit 2015 glücklich verheiratet. Er lebt in Dormagen und arbeitet die meiste Zeit von Zuhause aus. Hat vorher irgendwas mit Computern und Servern gemacht.

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