Warum DIVI und der Visual Composer totaler Schrott sind

Wenn man die Zeit zurückspulen und sich ältere Webseiten ansehen würde, würde einem eins auffallen: Die Seiten sehen sich zum Teil recht ähnlich. Der Grund dafür waren die früheren Baukästen, die es auch heute noch in Unmengen auf dem Markt gibt. WordPress war nie etwas in der Art. Man hat einen Inhaltsbereich und manchmal auch eine Sidebar. Das war es. Die Seite lief gut und auch die Suchmaschinen waren überglücklich, da das Text zu Code Verhältnis immer passte. Doch dann kamen DIVI und der VC (Visual Composer).

Immer mehr Kunden wollen immer mehr Features für ihre Webseiten haben. Dazu kommt dann noch das sie am liebsten kein Geld dafür ausgeben und lieber alles selbst machen würden.  Das Gleiche gilt auch für viele „Web-Designer“. Die haben CSS, HTML und Design drauf. Auch richtig gut. Und dann sehen sie DIVI und/oder den Visual Composer für WordPress. Die verwandeln WordPress in eine Art Baukasten. Sie kaufen sich ein Premium-Theme, füllen die Lücken mit Bildern, setzen ein paar Einstellungen und klatschen dann alles mit dem Baukasten zu. Doch dann passiert etwas ungewöhnliches… es fehlt ein Feature. Entweder man kauft sich das Addon für den Baukasten, oder man lässt einen „Spezialisten“ dran und der muss sich dann im Code-Müll herumschlagen. Die Hölle auf Erden, oder im Internet.

Warum Page-Builder Müll sind

Lustigerweise werden mit DIVI oder dem Visual Composer nicht mal komplexe Seiten gebastelt. Unterseiten sind meist Blank und haben den WordPress Inhalt auf der Brust. Mehr nicht. Was für das Auge nach nichts ausschaut, sieht für Google und den Coder nach „einer Menge Müll“ aus.

DIVI haut für alles einzelne <div> Blöcke rein. Egal für was. Der Visual Composer ebenfalls. Wenn also eigentlich ein <p> gereicht hätte, machen DIVI oder der VC einen riesen Hexenwerk daraus. Hier ein Beispiel von DIVI bei der Verwendung eines Textblocks:

DIVI content

Ausgegeben wird hier nur ein Text mit ein paar Umbrüchen. Mehr nicht und das ist genau das, was Google liest. Eine Menge Code und ein bisschen Text. Das Verhältnis ist der letzte Müll und deshalb wird die Seite auch nicht im Web gefunden, sofern deine Marke nicht schon total bekannt ist.

Leider (wie schon erwähnt) verwenden auch viele Web-Designer und „WordPress-Entwickler“ DIVI oder den VC. Und leider werden diese Leute auch noch richtig gut für ihre Arbeit bezahlt und das auch nur, weil „der Kunde“ keine Ahnung hat. Ich stehe da nicht hinter und werde in Zukunft auch nicht mehr mit DIVI oder dem Visual Composer arbeiten. Auch nicht für Agenturen oder einzelne Designer, oder Entwickler. Ich habe noch nie damit gearbeitet… ich wurde immer gerufen, wenn mal etwas nicht gestimmt oder gepasst hat. Und das tut es häufig.

Meiner Meinung nach geht man hiermit in die falsche Richtung. WordPress ist großartig. Diese Plugins machen WordPress aber zu Müll und das leider bei schon zu vielen Leuten. Traurigerweise nutzen aber auch viele Web-Entwickler und  Designer diese Plugins. Ohne diese Plugins sind die meisten schon aufgeschmissen, wenn sie nur eine Zeile PHP-Code sehen.

Fassen wir kurz zusammen

  • Web-Designer und Entwickler nutzen diese Pagebuilder und verkaufen damit zugemüllte Seiten. UND werden auch noch dafür bezahlt und gelobt!
  • SEO ist hier für den Arsch. Das Text zu Code Verhältnis ist immer totaler Mist!
  • Der Code ist totaler Mist und ich meine jetzt erst einmal nur den HTML-Code. Schaut euch das Bild oben doch an? Warum 50 divs? Hallo?
  • Du bist Endkunde? Lass dich nicht übers Ohr hauen! Suche dir nen anständigen Web-Designer! Du kannst vorher auch fragen, ob der Designer was taugt und schickst ein paar Referenzen von ihm. Ich bin zwar kein Designer… aber den Code verstehe ich meistens.

Wenn sich das so durchsetzt, sollte man nach Alternativen suchen – die es nicht gibt. Dieser Beitrag ist Teil des #projekt52 von Torsten Landsiedel.

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Kevin Pliester

Kevin ist PHP- und WordPress-Entwickler. Gelegentlich teilt er auch Tipps zum Thema Selbstständigkeit. Er ist Hamsterpapa und seit 2015 glücklich verheiratet. Er lebt in Dormagen und arbeitet die meiste Zeit von Zuhause aus. Hat vorher irgendwas mit Computern und Servern gemacht.

6 Kommentare

  1. Hallo Kevin!

    Beziehst du dich explizit nur auf die beiden Editoren oder stehen die nur exemplarisch für alle aus der Gruppe? Hast du schonmal ein positives Beispiel entdeckt?

    Viele Grüße
    Heiko
  2. Hallo!

    Das hatte ich schon befürchtet. ;) Bisher war ich immer strikt gegen den Einsatz solcher Erweiterungen. Nun probiere ich auf Kundenwunsch ein paar davon aus. Daher fand ich es interessant, dass ich auf deinen Beitrag gestoßen bin. (Übrigens über drweb.de, wo wir die gleichen Antworten geben haben.)

    Ein bisschen Abwechslung und Komfort bei der Inhaltserstellung fände ich schön. Daher bin ich selber am Testen interessiert. Bei der Codequalität stimme ich dir zu, für die Platzierung bei Suchmaschinen hat das aber meines Erachtens keine Auswirkung.

    Viele Grüße
    Heiko
  3. Hi Kevin,
    wie kann ich denn deiner Meinung nach Diviseiten von Google finden lassen? Ich habe so meine Probleme damit.
    Yost, oder das Divi-eigene SEO Tool? Und wo finde ich geeignete Tuts?
    LG Werner

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