Was mich nervt: Gute Vorarbeit, ist die halbe Miete!

Hubschrauber Meer Wasser

In fast jedem Projekt gibt es ein Problem und das ist auch fast immer das gleiche Problem: Die Vorarbeit des Kunden. Ob es Texte, Bilder, Listen oder andere Dinge sind. Meistens stimmt und passt das überhaupt nicht. Und weil mir das überhaupt nicht in den Kragen passt und was das für Probleme mit sich führt, gibt es heute den zweiten Beitrag zu „Was mich nervt“.

Zu einem erfolgreichen Projekt gehört nicht immer nur ein ein erfolgreicher Programmierer, Designer oder Writer. Wichtig ist auch, was der Kunde macht. Es reicht nicht, nur ein paar Scheine auf den Tisch zu legen und zu sagen: Mach etwas daraus! Vom Anfang bis zum Ende, ist die gute Zusammenarbeit(!) das Wichtigste. Ohne diese Zusammenarbeit, funktioniert kein Projekt.

Am Ende hat nämlich immer die selbe Gruppierung ein Problem: Wir! Die Ausführenden! Wir investieren viel zu viele Stunden, für nichts. Wir investieren Zeit, die wir nicht bezahlt bekommen. Das ist nicht nur die „Arbeit“ an sich, sondern auch die Wartezeit. Wartezeiten sind für mich das Schlimmste in meiner alltäglichen Arbeit. Und diese Wartezeiten sind leider wirklich alltäglich. Das gilt sowohl für die Kunden als auch für die Partner, mit denen man zusammenarbeitet.

Geld sparen

Das geht mit guter Vorarbeit. Gute Vorarbeit ist meist eine einmalige Leistung vom Auftraggeber, die am Ende viel Geld spart. Wenn wir >> die Ausführenden << die Wartezeiten in Rechnung stellen würden, was wir eigentlich tun müssen, da wir in der Zwischenzeit nur selten andere Projekte unterkriegen, dann wäre jeder Auftraggeber insolvent.

Bei einem Stundensatz von 50 Euro und einer Wartezeit von zwei Wochen (10 Werktage) und einer Arbeitszeit von 8 Stunden pro Tag, sind das eine Menge Geld. Das sind alleine fürs Warten schon 4000 Euro. Deshalb ist es ungemein wichtig, dass schon vor dem Auftrag alles vorbereitet ist.

Das sind ganze 4000 Euro die WIR jedem Kunden, in Rechnung stellen könnten. Es gibt Niemanden, der uns diese Kosten ersetzt. Vielleicht sollten wir als Dienstleister einfach mehr in Rechnung stellen, damit der Rest gute Vorarbeit leistet.

Warum entstehen Kosten für das Warten?

Das ist eigentlich ganz einfach. Wir reservieren uns die Zeit, für das Projekt und nehmen uns meist keine Zeit für andere Projekte. Das machen wir, damit wir dein Projekt zügig und schnell nach deinen Wünschen abarbeiten können. Wenn wir jetzt 20 andere Baustellen starten würden, wären wir mit den Gedanken nicht bei dir und das würde sich auf die Arbeit auswirken.

Außerdem ist bspw. als Programmierer nicht immer ganz so einfach, seinen Kopf für 20 verschiedene Projekte zusammenzuhalten. Mir fällt das jedenfalls schwer. Deshalb arbeite ich immer alles nach und nach ab, ohne zwei oder drei Baustellen gleichzeitig zu versorgen.

In dieser Zeit können wir also keine anderen Projekte starten und ein Monat hat auch nur 4 Wochen. Wir hocken auf unseren Kosten und das nur, weil sich Auftraggeber zu viel Zeit nehmen.

Checkliste für gute Vorarbeit

  • Texte vorbereiten (alle!)
  • Bilder zusammensuchen
  • Eine Domain aussuchen und bei bspw. checkdomain prüfen, ob sie verfügbar ist.
  • Zugangsdaten zusammenlegen (FTP, WordPress, Datenbank, Server, etc.)
  • Inspirationen sammeln: Was gefällt dir und was nicht? (Dribbble & Behance)
  • Denk nicht nur an dich, auch an den Rest. Was könnte noch nützlich sein? Schreibe deine Ideen auf und eventuell aufkommende Fragen auf.

Mit Hilfe des Internets und zahlreichen Diensten die kostenlosen Speicher anbieten, müssen die Dinge nicht einmal bei dir gespeichert sein. Du kannst kostenlosen Speicher bei Google, Dropbox oder Microsoft anmelden und dort deine Daten (außer die Zugangsdaten!!!) niederlegen. In E-Mails packst du dann einfach den Link hinein, sofern alles andere geregelt ist. Das spart dir Zeit, hässliche PDF-Dokumente und Powerpoint Präsentationen.

Wir Web-Worker haben ein gutes Verständnis für den ganzen Kram und können meist mehr mit den genannten Sachen anfangen, als mit irgendwelchen Präsentationen oder PDFs die man in Bewerbungsmappen packen würde.

Den ersten Beitrag zum Thema „was mich nervt“, findest du hier. Weiter gehts…

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