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Torchlight Infinite und das Ende einer Ära

svg18. Oktober 2022KommentareRandlocher

Kürzlich wurde Torlichlight Infinite für verschiedenste Plattformen, vor allem aber auch für das Smartphone veröffentlicht. Wie erwartet, wurde eine weitere Gelddruckmaschine veröffentlicht, die nicht mehr viel mit den alten Teilen der Serie zu tun. Etwas, was mich stört und bei dem ich weiß, dass es erst der Anfang ist.

Torchlight war damals eines dieser Spiele, die als Konkurrent für Diablo auf dem Markt gelandet sind. Es hat funktioniert, auch wenn die endlose Suchtspirale, die man aus Diablo kennt, nicht ganz so greifen wollte. Statt dieses Problem zu lösen, versucht man jetzt auf dem Smartphone das große Geld zu machen, ähnlich wie es Blizzard mit Diablo Immortal erst kürzlich gemacht hat. Das scheint auch zu funktionieren, denn die meisten positiven Bewertungen bewerten gerade das, ziemlich gut. Man sieht aber auch, dass hier vorwiegend Bewertungen von Personen einfließen, die vorher keine richtige Berührung mit richtigem Action-Rollenspiel hatten. Das sind in der Regel auch die Leute, die dann auf Twitch die ganzen Casino-Streams feiern.

Das Problem ist, dass dies ein großes Problem ist. Vor allem für uns Spieler, die sich mehr von der alten Zeit zurückwünschen. Leider wird die aktuelle Generation Kinder mit der aktuellen Generation Spiele aufwachsen und deshalb wird sich leider auch nichts ändern. Es wird nur noch schlimmer und man kann der alten guten Zeit nachtrauern, weil nicht mehr viel davonbleibt.

Torchlight ist nicht die einzige Marke, die so in den Abgrund gestürzt wurde. Sacred und auch Titan Quest, zählen für mich dazu. Sacred war bereits mit Sacred 3 von der Bildfläche verschwunden. Immer dann, wenn andere Entwicklerstudios eine Marke in die Hand nehmen und die Gier der Publisher nicht gestillt werden kann, steht fest: Das Spiel wird nichts.

Ich hoffe noch immer, dass sich das nicht auch in Diablo 4 wiederfindet. Ich möchte doch einfach nur ein gutes Diablo, welches mich stundenlang an den Bildschirm fesselt, weil ich immer bessere Gegenstände finden möchte. Die Tendenz geht aber in eine andere Richtung, vor allem auch dank des asiatischen Marktes, muss man an dieser Stelle sagen. Dort ist es normal, dass man den Leuten das Geld aus der Tasche für alles zieht. Da ist es auch normal, dass man sich Vorteile erkauft. Da hier in der EU aber nur wenige Länder auf die Bremse drücken und Deutschland leider nicht dazu zählt, wird sich auch hier wieder nichts für uns ändern.

Akute Beispiele von Pay2Win sind für mich in dem Genre vordergründig Lost Ark und Undecember. Beides Spiele, in denen man angeblich alles einfach freispielen kann. Das erklärt dann auch die ganzen Aufschreie in Bezug auf unzählige Stunden Spielzeit, die man aufbringen muss, um besser zu werden. Unzählige Stunden Spielzeit zu verkürzen, ist für mich Pay2Win. Da du ja viel schneller, viel stärker wirst, als andere Spieler, die eben kein Geld in die Hand nehmen. Ungünstigerweise gibt es hier noch immer viel zu viele Personen, die der Meinung sind, dass dies kein Pay2Win ist. Na ja. Ich hoffe jetzt einfach, dass sich das etwas ändert.

Etwas Anderes: Warum ist es eigentlich noch kein Standard geworden, dass man sich das Geschlecht frei auswählen kann? Das nervt tierisch!

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Kevin Pliester

Kevin Pliester

Hat, seit er denken kann, einen PC und spielt seit 2022 auch auf der Xbox Series X. Grundsätzlich spielt er alle Genres, liebt aber vor allem Action-Rollenspiele wie Diablo und Last Epoch. Musik hört Kevin gemischt, am liebsten aber die Band Arcade Fire oder Minimal.

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