Warum muss es rundenbasiert sein?

Marvel Helden bereiten sich auf einen Kampf vor.
Marvel's Midnight Suns (Quelle: facebook.com/MidnightSuns)

Heute geht es um das Thema rundenbasierte Kämpfe und warum ich sie nicht mag. Viele Spiele, die veröffentlicht wurden, oder noch veröffentlicht werden, laufen rundenbasiert ab. Etwas, das mich nervt, auch wenn ich es nicht wirklich erklären kann.

Klären wir erst einmal, welche Spiele meiner Meinung nach perfekt für rundenbasiertes Gameplay gemacht sind: Strategie und Rollenspiele der alten Schule. Civilization, Xcom, Baldurs Gate, Divinity, Pillars of Eterntiy und sicherlich noch einige Spiele mehr. Es gibt viele Titel, in denen das einfach reinmuss, auch wenn es häufig Konkurrenten gibt, die mit Echtzeit glänzen und das wirklich gut hinbekommen haben.

Dazu zähle ich unter anderem Pathfinder, Dragon Age oder Mass Effect. Im Kern kann man in diesen Spielen pausieren und seine Züge planen, nur dass es nicht rundenbasiert stattfindet, sondern in Echtzeit, mit Pausefunktion. Warum das andere Spiele nicht hinbekommen und man sich scheinbar immer den leichtesten Weg aussucht, also die Runden, kann ich nicht verstehen und will ich auch nicht verstehen. Ein akutes Beispiel wäre Marvel Midnight Suns. Ein Spiel, auf das ich mich bis zur Bekanntgabe der rundenbasierten Kämpfe, gefreut habe. Generell gibt es einige Spiele, auf die ich mich gefreut habe, die leider aufgrund der rundenbasierten Kämpfe, wieder von der Wunschliste geflogen sind. Ruined King, Mutant Year Zero und unzählige coole Warhammer-Spiele. Alles Spiele, die ich grundsätzlich interessant finde, aber nie spielen werde, weil ich keine Lust auf rundenbasiertes Gameplay habe.

Oben schrieb ich, dass ich rundenbasierte Rollenspiele der alten Schule in Ordnung finde. Was ich damit aber nicht meine, dass neue Rollenspiele alle auf diesen Zug aufspringen sollen. Spiele wie Marvel Midnight Suns sind für mich nicht alte Schule und da möchte ich nicht mit meinem Thor, auf den nächsten Zug warten. Das fühlt sich nicht gut an und macht mir keinen Spaß. Hier geben mir die rundenbasierten Kämpfe einfach nicht das Gefühl, ein cooler Held zu sein, ein Held, der in Filmen flüssig, ohne Pause, gegen seine Feinde antritt.

Rollenspiele der alten Schule wussten es damals nicht besser und es war einfacher rundenbasierte Action zu liefern, weil die Berechnungen dafür in Abschnitten stattfanden. Es ist einfacher, eine Berechnung innerhalb eines festgelegten Zeitfensters auszuführen, als in Echtzeit. In Echtzeit müssen viele Dinge beachtet werden, die in rundenbasierten Kämpfen keine Probleme darstellen. Deshalb gibt es auch so viele rundenbasierte Warhammer-Spiele, weil die einfach, einfacher sind. In der Spielebranche ist es so, dass einfache Dinge in der Regel günstiger sind, weshalb im Beispiel Warhammer auch nicht mit so vielen guten Spielen rechnen dürfen. Gut sind in der Regel die rundenbasierten Spiele, weil sie weniger kompliziert sind.

Das sind für mich nur ein paar Gründe, warum ich rundenbasierte Spiele nicht mag. Im Kern liegt es aber daran, dass ich sie einfach nicht spielen mag. Mir macht es keinen Spaß. Das ist eine persönliche Meinung und Vorliebe, die nicht allzu viele Personen teilen. Ich bin mit Command & Conquer, Diablo und Sudden Strike groß geworden. Rundenkämpfe haben auch da schon keinen Platz bei mir gefunden und das wird sich wohl vorerst nicht ändern.